ÖKOLOGISCH, REFLEKTIERT, SOZIAL

5 Tipps für eine bessere Nachhaltigkeit im Alltag – Was kann man gegen den Klimawandel tun?

Lassen Sie mich beginnen wie meine Nachhaltigkeitsreise ihren Start fand und wie ich zu meinem Beitrag „Was kann man gegen den Klimawandel tun?“ kam.

Als im Frühjahr 2020 die bis heute andauernde Corona-Pandemie ihren Ausbrauch fand, las ich einen Bericht eines Singener Arztes der selbst nicht mehr praktiziert. Er nahm darin unter anderem allgemein Stellung zum Themenbereich Viren und ihrer Bedeutung für die Menschen. Viren sind dabei, nach seiner Definition, nicht nur gefährlich für uns Menschen, vielmehr begleiten und fördern sie die menschliche Evolution. Dabei komme es immer wieder zu gefährlichen Mutanten und Entgleisungen, wie aktuell dem Corona-Virus. In der für mich aufrüttelnden Passage, beschrieb er das, seiner Ansicht nach, wahrscheinlichste Szenario, wie das Virus seinen Weg zu uns Menschen fand. Seiner Ansicht nach ist die Grundlage im menschlichen Verhalten gegenüber seiner Umwelt zu finden, sprich die Zerstörung des natürlichen Lebensraumes der Tiere. Wie schon bei Ebola und der Spanischen Grippe fanden die Menschen sich in der Nähe von Tieren mit entsprechender Virenlast, mit der Konsequenz einer Übertragung. Unter anderem stellt dabei die Abholzung der Wälder, dem tierischen Lebensraum ein zentrales Problem dar. Und dies wiederum ist eines der zentralen Themen wenn es um den anthropogenen, den menschengemachten Klimawandel geht.

Bis heute steht eine endgültige Erklärung für den Ausbruch der Corona-Pandemie aus. Bei näherer Betrachtung des menschlichen Verhaltens im Verhältnis zu seiner Lebensgrundlage, zu seiner Umwelt (Stichworte wie Umweltzerstörung, Umweltverschmutzung, Ressourcenausbeutung fallen hier immer wieder), scheint mir seine These bis heute die nachvollziehbarste zu sein.

All das Beschriebene führte letztendlich dazu, dass ich damit begann, mich tiefer in die Materie einzulesen – vor allem in den Bereichen Klima/Klimawandel und Umwelt/Umweltzerstörung und –verschmutzung. An dieser Stelle gelangen wir zu meinem ersten Tipp den ich Ihnen gebe – gleich. Denn vorher will ich Sie bitten, sich eine ruhige Ecke zu suchen. Nehmen Sie sich Zeit und versuchen Sie, sich an Ihre Kindheit zu erinnern. Können Sie sich erinnern wie Sie als Kind die Welt entdeckt haben? Na? Mit Neugierde, mit Wissbegierde, Interesse und ganz vielen Fragen. So viele Fragen, dass unsere Eltern, wie sagt man so schön „fast schon ein Loch in den Bauch gefragt bekommen haben“. Wenn Sie selbst Kinder haben, wissen Sie wovon ich rede. 

Tipp 1: Informieren Sie sich!

Suchen Sie sich vertrauenswürdige Informationsquellen und setzen Sie sich mit dem Thema Klimawandel und Umweltschutz kritisch auseinander. Es gibt eine Menge Institutionen und Organisationen mit hochwertigem Informationsmaterial. 

Klingt einfach, oder? Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass dies gerade zu Beginn eine echte Herausforderung im Alltag darstellt. Mit etwas Ausdauer gelingt ihnen das aber!

Vor etlichen Jahren besuchte ich häufiger ein Buddhistisches Zentrum im Allgäu. Während einer meiner Aufenthalte dort, referierte der damalige Ehrwürdige des Zentrums über den Impact den die Außenwelt auf unser Innenleben hat. Er beschrieb dies mit lauter kleinen Pfeilen mit denen wir den ganzen Tag „beschossen“ werden. Sei es im Auto das Radio, zu Hause der Fernseher oder auf der Straße die Litfaßsäule – wir sehen uns tagtäglich einer Unmenge an Information ausgesetzt. Ob wir wollen oder nicht. Das benebelt unseren Blick auf das Wesentliche. Wir sind abends nach einem langen Tag derart zu gedröhnt, dass vielen von uns die Power fehlt auch noch Informationen zu den wichtigen Themen des Lebens einzuholen. Dann doch lieber seichte Kost auf RTL2.

Tipp 2: Schalten Sie einfach mal vom Alltag ab

Vergessen Sie die Wollnys oder unsere Auswanderer von Goodbye Deutschland. Die werden Ihnen keine vernünftigen Informationen liefern. Nehmen Sie sich lieber die Zeit und machen Sie einen Spaziergang. Schnappen Sie Luft und spüren Sie Ihre/unsere tiefe Verbundenheit mit der Natur.

Wenn Sie dies beherzigen, fällt Ihnen Tipp 1 sehr viel leichter. Versprochen!

Tipp 3: CO² Ausstoß reduzieren

Wenn ich gerade von den Vorzügen des Spazierengehens schreibe, dann ist unter anderem Bewegung ein wesentliches Argument für einen Spaziergang. In meinem eigentlichen Beruf als Physiotherapeut verdiene ich meine Brötchen mit dem Thema Bewegung.

Keine Frage ist das Auto nicht mehr weg zu denken und vereinfacht unser Leben in vielen Bereichen, beispielsweise was den wöchentlichen (Groß-)Einkauf betrifft. Allerdings bin ich davon überzeugt, dass sich so einige Dinge doch auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigen lassen – z. B. die Besorgung der Sonntagsbrötchen vom Bäcker drei Häuser weiter! Das schont nicht nur Klima und Umwelt sondern auch Ihre Nerven. On Top tun Sie Ihrem Körper mit der Bewegung etwas Gutes und Sie bauen Nachhaltigkeit im Alltag ein! Sehen Sie es im Sinne unserer altsteinzeitlichen Vorfahren – bevor diese etwas zu Essen hatten, mussten Sie es entweder jagen, erlegen und zu ihrer Höhle schleppen. Oder sie mussten es sammeln und ebenfalls zu ihrer Höhle tragen. Nebenbei bemerkt sind wir unseren Vorfahren dabei noch sehr sehr ähnlich…

Nutzen Sie also jede Möglichkeit Ihr Auto stehen zu lassen, gehen Sie zu Fuß oder nutzen Sie das Fahrrad statt das Auto. Selbst die Fahrt mit dem Bus hat wesentliche Vorzüge, denn Sie legen den Weg von zu Hause bis zur Bushaltestelle ebenfalls zu Fuß zurück. Ihr Körper wird es Ihnen danken.

Apropos Altsteinzeit. Tiere die vor tausenden vor Jahren unseren Vorfahren Ihr Fleisch ließen und Teil der Ernährung waren, endeten nicht anders als viele der Tiere die heute leben – nämlich auf dem Teller von uns Menschen. Mit dem Unterschied das die Tiere die damals lebten vorher ein artgerechtes Dasein fristeten und nicht wie heute vielfach gesehen, in viel zu engen Käfigen eingepfercht vor sich hin vegetieren. Die heutige Zeit, in denen der Wunsch nach hohem Konsum von Fleisch- und Wurstwaren häufig ethische Grenzen nicht nur verwischt, sondern bei weitem Überschreitet, leidet das Tierwohl unter dem menschlichen Dasein beträchtlich. Verstehen Sie mich nicht falsch – wenn Sie gerne Fleisch essen dann tun Sie das.

Tipp 4: Nachhaltiges Essen

Essen Sie mit Respekt, seien Sie kritisch, informieren Sie sich wie das Tier dessen Fleisch Sie verspeisen vorher gelebt hat. Reduzieren Sie Ihren Verbrauch, im besten Fall verzichten Sie ganz darauf. Die vegane Küche bietet sehr viele tolle Rezepte. Sich vegan oder überwiegend vegan zu ernähren unterstützt nicht nur das Tierwohl und schont Klima und Umwelt. Die Einschränkung Ihres Fleisch- und Wurstkonsums trägt auch zum Erhalt Ihrer Gesundheit bei! Klingt gut, oder?

Im Übrigen gilt die kritische Betrachtungsweise von Lebensmitteln die Sie verspeisen nicht nur für Fleisch, auch was den Kauf und Konsum von Gemüse, Obst, Getreide, etc. betrifft; bleiben Sie wachsam!

Unsere Vorfahren mussten häufig die Erfahrung machen, dass gewisse Pflanzen für den Menschen giftig waren – natürliche Auslese. Die anderen wussten dann, dass sie entsprechende Pflanzen besser meiden, wenn sie noch ein bisschen leben wollten. In Zeiten wo unter anderem Julia Klöckner das Zepter schwingt „behandeln“ wir Teile unserer Lebensmittel. Lebensmittel die wir gut vertragen, behandelt mit Unkrautvernichtungsmittel, Pestiziden, etc. Auch hier gilt also: INFORMIEREN!

Nehmen Sie sich die Zeit und schreiben Sie Hersteller von Lebensmitteln an. Fragen Sie bei der Gelegenheit woher die einzelnen Inhaltsstoffe kommen und wie Sie möglicherweise behandelt wurden. Sie werden nicht nur einmal verwundert Ihre Augen reiben.

Tipp 5: Gleichgesinnte Menschen zum Thema Nachhaltigkeit finden

Mit meinem fünften und letzten Tipp zur Nachhaltigkeit im Alltag, will ich diesen Blogeintrag beenden. Kurz und knackig – suchen Sie Mitstreiter oder engagieren Sie sich in Umweltorganisationen oder -vereinen.  Dort freut man sich über jede Unterstützung. Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen berichten, dass Sie eine Menge neuer, interessanter und toller Bekanntschaften machen werden. Die gemeinsame Arbeit mit gleichgesinnten sorgt für zusätzliche Motivation.

Ein wichtiger Hinweis zum Schluss: Persönliche Veränderung/en sind häufig mit Aufwand verbunden und bedürfen Energie. Achten Sie stets darauf dass Sie bei allem Engagement Spaß bei der Sache haben. Und sparen Sie nicht damit, sich zu belohnen, wenn Sie ein Ziel erreicht oder eine Änderung umgesetzt haben. Das motiviert zusätzlich zum Weitermachen!

Ein Kommentar

  1. Burkhart -franziska

    Ich finde diesen -blog sehr informativ und kann aus eigener Erfahrung alles dick unterstreichen.
    Auch ich versuche seit längerem, sehr bewußt einzukaufen und mein Leben unter dem Nachhatigkeitsaspekt zu gestalten. Vielfach wird dabei W e n i g e r MEHR!

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